Die US-Goldexporte haben Öl, Pharmazeutika und Flugzeuge überholt und sind die wertvollste Exportkategorie des Landes. Seit Oktober 2025 liegen sie fast jeden Monat über allen anderen Kategorien. Der Wandel wird nicht nur durch Rekordgoldpreise angetrieben. Im Februar 2026 könnte die exportierte Goldmenge einen historischen Höchststand erreicht haben.
Das meiste Gold geht in die Schweiz, fast sicher zu dortigen Raffinerien. Die zweitgrößte Menge geht nach Hongkong, dem weltweiten Zielort für Gold, das für China bestimmt ist, und die drittgrößte in das Vereinigte Königreich, wo die London Bullion Market Association ansässig ist, die weltweit größte Goldhandelsbörse. Die US-Regierung meldet ihre Goldreserven weiterhin als unverändert, was darauf hindeutet, dass die Exporte aus der aktuellen Minenproduktion und dem Recycling stammen.
Eine offizielle Erklärung für den Anstieg gibt es nicht. Der Autor vermutet, dass ausländische Regierungen zunehmend besorgt über die sinkende Kaufkraft des Dollars sind und alternative Reservewerte bevorzugen. Ausländische Zentralbanken halten inzwischen mehr Gold als US-Staatsanleihen. China hat seine Staatsanleihenbestände stetig von 1,096 Billionen US-Dollar im April 2021 auf 693,3 Milliarden US-Dollar im Februar 2026 reduziert und verfügt über den wirtschaftlichen Einfluss, Zahlungen in Gold zu verlangen. Zudem fördert es BRICS-Alternativen zum Dollar.
Der Autor vermutet, dass ein großer Teil der US-Goldexporte letztlich nach China fließt, zum Teil über Schweizer Raffinerien, die das Metall in akzeptable Kilobarren umwandeln. Er räumt ein, dass er dies nicht beweisen kann, sagt aber, die Theorie passe besser zu den Fakten als jede Alternative.
Quelle: Hacker News · Zusammengefasst von HeadlinesBriefing