Eine neue Dokumentation über Elizabeth Holmes, „You Can See Everything“, wird nicht wegen ihres Themas gelobt, sondern wegen ihrer meisterhaften Erzählkunst. Der Rezensent beschreibt sie als „Meisterwerk des Storytellings“, das das Publikum in Echtzeit täuscht und zwingt, sich damit auseinanderzusetzen, wie Meinungen durch Narrative statt durch Fakten geformt werden. Der Film nutzt Kamerawinkel, Schnitt und die Reihenfolge der Informationen, um die Emotionen der Zuschauer zu manipulieren, sodass diese ihre Überzeugungen über Holmes und andere wiederholt überdenken.
Der Rezensent merkt an, dass Holmes vom Vorwurf des Patientenbetrugs freigesprochen, aber wegen Täuschung von Investoren, die über 700 Millionen Dollar verloren, verurteilt wurde. Die von Lance Oppenheim und Nathan Fielder inszenierte Dokumentation wird mit einer Zaubershow oder Reality-TV verglichen, in der Figuren als Schurke, Opfer und Manipulator geschnitten werden. Der Rezensent argumentiert, dass Menschen zuerst emotionale Eindrücke bilden und dann Überzeugungen darum aufbauen, was sie für narrative Manipulation empfänglich macht.
Die Psychologie des Films sollte untersucht werden, da sie offenbart, wie leicht wir durch Storytelling getäuscht werden, selbst wenn wir glauben, auf Fakten basierend zu urteilen.
Quelle: Hacker News · Zusammengefasst von HeadlinesBriefing