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Aphantasie stellt das Modell des rückwärts gerichteten Sehens in Frage

Hacker News •
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Eine neue Übersicht in Consciousness and Cognition von Derek Arnold, Loren Bouyer, Blake Saurels und Samuel Schwarzkopf stellt das einflussreiche Modell in Frage, das besagt, dass Vorstellungskraft gewöhnliches Sehen ist, das rückwärts durch die gleiche Gehirnhardware läuft. Ihr Zustand, Aphantasie, beschreibt eine lebenslange Unfähigkeit, mentale Bilder zu bilden. Die Übersicht argumentiert, dass die Personen, die am besten geeignet sind, das Modell des rückwärts gerichteten Sehens zu widerlegen, jene sind, die überhaupt nicht visualisieren können.

Die Autoren behaupten, dass eine Gruppe von Gehirnregionen von der Vorderseite bis zu den Seiten des Gehirns bei Menschen mit Aphantasie nicht als Team zusammenarbeitet. Zwei der Autoren selbst können nichts vorstellen, was die Auffassung stützt, dass ein mentales Bild etwas ist, das viele Teile des Gehirns gemeinsam erzeugen.

Stärkere Beweise kommen von Patienten, die trotz umfangreicher Schäden an der primären Sehrinde ihr „Auge des Geistes“ behalten haben. Ein Patient, der von Beatrice de Gelder untersucht wurde, war im gesamten Gesichtsfeld blind, konnte sich jedoch eine wütende Person vorstellen, wobei die frontalen und seitlichen Gehirnregionen normal reagierten. Alfredo Spagna, Paolo Bartolomeo und Kollegen fanden heraus, dass das Vorstellen den vorderen Teil des Gehirns und den Fusiformgyrus aktiviert, während die primäre Sehrinde oft ruhig bleibt. Ein Fall von Sandra Thorudottir zeigte, dass ein Architekt seine Fähigkeit zur Vorstellungskraft nach einem Schlaganfall in diesem linken temporalen Streifen verlor.

Wichtige Entitäten: Personen: Derek Arnold, Loren Bouyer, Blake Saurels, Samuel Schwarzkopf, Joel Pearson, Rebecca Keogh, Johanna Bergmann, Beatrice de Gelder, Alfredo Spagna, Paolo Bartolomeo, Sandra Thorudottir