Die diesjährige World Series führt zwei Teams zusammen, die ein besonderes Merkmal teilen: Sowohl die Tampa Bay Rays als auch die Milwaukee Brewers spielen in Stadien mit Dach. Das American Family Field in Milwaukee hat ein einziehbares Dach, während das Tropicana Field in Tampa Bay ein festes Dach besitzt. In beiden Stadien kann es zu einer möglichen Kuriosität namens „Roofball“ kommen, wenn ein Ball das Dach oder dessen Konstruktion trifft und ins Spiel zurückfällt.
Der Begriff ist vielleicht etwas übertrieben, denn die beiden Dachtreffer in den Playoffs kurz hintereinander waren eher Zufall als ein vorhersehbares Muster. Dennoch bietet er den Fans einen unterhaltsamen Blickwinkel auf ein ohnehin spannendes Duell. Im neunten Inning von Spiel 1 der Division Series der Brewers gegen die San Diego Padres traf ein Fly Ball von Ty France ein Dachseil des American Family Field und fiel zurück, was zum Out führte. Tage später, in Spiel 2 der Serie der Rays gegen die New York Yankees, prallte ein Pop-Fly von Spencer Jones vom Laufsteg des Tropicana Field ab und brachte ein weiteres Out.
Die Stadien unterscheiden sich erheblich. Das Dach des American Family Field erstreckt sich über 600 Fuß, bedeckt 10,5 Acres, befindet sich an seinem Scheitelpunkt 330 Fuß über dem Feld und wiegt 12.000 Tonnen. Das Dach des Tropicana Field erhebt sich an seinem höchsten Punkt 225 Fuß über dem Infield und besteht aus 24 Paneelen mit je 5.000 Pfund. Es wurde vor der Saison 2026 nach Schäden durch die Hurrikane Helene und Milton repariert.
Roofball-Momente sind selten, kommen in Tampa aber häufiger vor. Frances Treffer war erst die dritte Kollision in der Geschichte des American Family Field. Die bemerkenswerteste frühere ereignete sich 2008, als ein Fly Ball von Jayson Werth den Dachträger traf und Craig Counsell im Hechtsprung den Out fing. Im Tropicana Field sind Kollisionen häufiger, und 2016 wurde Miguel Sano der erste Spieler, der das Dach selbst traf und nicht einen Laufsteg.
Quelle: ESPN MLB · Zusammengefasst von HeadlinesBriefing