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Europäische Gaspreise steigen auf 2023-Hochstand aufgrund von LNG-Versorgungsengpässen

Wall Street Journal Markets •
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Die europäischen Großhandelspreise für Erdgas sind auf das höchste Niveau seit Anfang 2023 gestiegen, da eskalierende Spannungen im Zusammenhang mit dem Iran die Bedenken über Energieversendungen durch die Straße von Hormus verstärkt haben. Der niederländische Benchmark TTF für Gasfutures ist über 75 Euro pro Megawattstunde gestiegen, während britische Großhandelsgasverträge ebenfalls auf etwa 186 Pence pro Therm gestiegen sind, da Händler ein größeres geopolitisches Risikopremium zu den Energiepreisen hinzugefügt haben.

Dieser starke Anstieg spiegelt die wachsende Besorgnis wider, dass anhaltende militärische Konfrontationen im Nahen Osten die Lieferungen von verflüssigtem Erdgas (LNG) über eine der wichtigsten Energieversorgungsrouten der Welt stören könnten. Die Straße von Hormus ist eine kritische Route für den globalen LNG-Export, insbesondere für Lieferungen, die aus Katar stammen, einem der größten weltweiten Lieferanten dieses Brennstoffs.

Eine langanhaltende Einschränkung des Tankerverkehrs auf dieser Wasserstraße könnte die Verfügbarkeit von LNG-Ladungen verringern und europäische Importeure zwingen, sich aggressiver mit asiatischen Käufern um die verfügbaren Lieferungen aus anderen Regionen zu bewerben. Dieses Risiko gewinnt an Bedeutung, da Europa sich der Winterheizsaison nähert und Käufer versuchen, ausreichende Lagerbestände zu sichern. Obwohl die Gasspeicherstände in Europa relativ stabil geblieben sind, ist die Auffüllrate langsamer gewesen als in den Vorjahren, wodurch die Empfindlichkeit des Marktes gegenüber möglichen Versorgungsunterbrechungen gestiegen ist.

Der Anstieg der Erdgaspreise trägt auch zu breiteren Bedenken hinsichtlich Inflation und Zinssätzen in Europa bei. Höhere Energiekosten können die Ausgaben für Haushalte und Unternehmen erhöhen, während sie gleichzeitig inflationären Druck erhöhen, was die Aussicht auf die Geldpolitik möglicherweise verkomplizieren kann. Dieser Effekt hat sich auch auf die Märkte für Staatsanleihen ausgeweitet, wobei die Rendite des deutschen Benchmark-10-Jahres-Bonds (Deutschland) auf mehrjährige Höchststände gestiegen ist, da Investoren die Möglichkeit abwägen, dass ein weiterer Energieschock die Inflation länger erhöht halten könnte. Bei anhaltend hohen geopolitischen Spannungen sind die europäischen Gasmarkte wahrscheinlich weiterhin besonders empfindlich gegenüber Entwicklungen, die den Schiffsverkehr durch den Persischen Golf beeinflussen und die Verfügbarkeit alternativer LNG-Lieferungen betreffen.

Wichtige Entitäten: Unternehmen: Wall Street Journal Markets, Adobe Stock Images | Orte: Europa, Iran, Straße von Hormus, Britisch, Naher Osten, Katar, Asiatisch, Deutschland, Persischer Golf

Häufig gestellte Fragen: Warum steigen die Gaspreise in Europa?

Die europäischen Großhandelspreise für Erdgas sind auf das höchste Niveau seit Anfang 2023 gestiegen, da eskalierende Spannungen im Zusammenhang mit dem Iran die Bedenken über Energieversendungen durch die Straße von Hormus verstärkt haben. Der niederländische Benchmark TTF für Gasfutures ist über 75 Euro pro Megawattstunde gestiegen, während britische Großhandelsgasverträge ebenfalls auf etwa 186 Pence pro Therm gestiegen sind, da Händler ein größeres geopolitisches Risikopremium zu den Energiepreisen hinzugefügt haben.