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Schießerei in Kiew zwischen ukrainischen Geheimdiensten

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Die Mitglieder der beiden wichtigsten Geheimdienste der Ukraine — der militärische Geheimdienst (HUR) und der Inlandsgeheimdienst (SBU) — haben sich am frühen Mittwochmorgen in Kiew in einer Schießerei beteiligt, wodurch ein vertiefte Machtkampf innerhalb der ukrainischen Verteidigungskräfte offenkundig wurde. Die Konfrontation fand außerhalb der Wohnung von Stepan Kaplunov statt, einem russischen Staatsbürger und ranghohem Kommandeur des HUR, der gleichzeitig stellvertretender Leiter des Russischen Freiwilligenkorps ist. Kaplunov war seit dem 23.

August verschwunden, bevor SBU-Beamte ihn zu seiner Wohnung brachten, um Ermittlungsmaßnahmen durchzuführen. Anschließend beschuldigte der SBU Kaplunov, einen Auftragsmord für den russischen Geheimdienst geplant zu haben, und behauptete, er habe gestanden. Kaplunov und sein Anwalt, Taras Borovsky, hingegen behaupteten, das Geständnis sei während einer 10-tägigen illegalen Haft unter Zwang erpresst worden.

Drei HUR-Beamte wurden verletzt, einer davon schwer. Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte die Auseinandersetzung als „absolut schändliches Ereignis“ und beauftragte den Generalstaatsanwalt mit einer Untersuchung. Sein Stabschef, Kyrylo Budanov, ehemaliger HUR-Leiter, schloss sich dieser Kritik an.

Videos und Interviews haben die sozialen Medien überschwemmt, während die HUR der Darstellung des SBU widerspricht. Das Vorfall verdeutlicht die gefährlichen institutionellen Rivalitäten in einem kritischen Moment des ukrainischen Kriegsaufwands.