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Hyperpolitik: Politik allgegenwärtig, Wandel gering

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In dieser Folge von „The Ezra Klein Show“ führt der Historiker Anton Jäger das Konzept der Hyperpolitik ein, um eine politische Ära zu beschreiben, in der Engagement intensiv, aber institutionell schwach ist. Jäger definiert Hyperpolitik als einen Anstieg politischer Aktivität—Wählen, Proteste, sogar Gewalt—ohne entsprechenden Anstieg der institutionellen Stärke. Er kontrastiert dies mit der Massenpolitik des 20.

Jahrhunderts, in der hohe Beteiligung in Parteien und Gewerkschaften verankert war. Heute ist die Mitgliedschaft in solchen Organisationen zurückgegangen, sodass Politik allgegenwärtig, aber unausgereift wirkt. Jäger argumentiert, dass diese Diskrepanz erklärt, warum politische Bewegungen—von Black Lives Matter bis Trumpismus—schnell auf- und absteigen, ohne dauerhafte politische Wirkung.

Er verwendet zwei Achsen—Politisierung und Institutionalisierung—um historische Veränderungen zu kartieren und zu zeigen, wie der gegenwärtige Moment hohe Politisierung mit geringer Institutionalisierung verbindet. Dies schafft ein Paradoxon: Politik fühlt sich allgegenwärtig an, doch ihre Folgen scheinen flüchtig. Jägers Perspektive bietet eine Linse, um die Volatilität und Intensität des zeitgenössischen politischen Lebens zu verstehen, und deutet darauf hin, dass das Fehlen einer institutionellen Grundlage der Grund dafür sein könnte, dass so viel politische Energie ohne transformative Veränderung zerstreut wird.

Das Gespräch erkundet diese Dynamiken und bietet Einblicke in die Natur des modernen politischen Engagements und seine Grenzen.