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Europa übt Druck auf Israel wegen Siedlungen aus, trotzt den USA

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Großbritannien, Frankreich und Kanada haben eine koordinierte Maßnahme angekündigt, den Handel mit jüdischen Siedlungen im Westjordanland einzustellen, was einen bedeutenden Wandel in der europäischen Israel-Politik markiert. Unter dem neuen britischen Premierminister Andy Burnham hat das Vereinigte Königreich die Führung bei der Opposition gegen israelische Siedlungen übernommen und riskiert dadurch Spannungen mit den Vereinigten Staaten. Diese Initiative folgt der früheren Anerkennung eines palästinensischen Staates durch Frankreich unter Emmanuel Macron. Die europäische Stellungnahme spiegelt einen wachsenden innenpolitischen Druck wider, insbesondere in Großbritannien, wo Mitglieder der Labour-Partei die Reaktion der Regierung auf den Gazakonflikt kritisiert haben.

Israel reagierte scharf, indem es die Schließung des britischen Generalkonsulats in Ostjerusalem anordnete, mehreren britischen Abgeordneten die Einreise verbot und das Vereinigte Königreich aus einer von den USA geführten Gazakoordinationsmission ausschloss. Gideon Saar, Israels Außenminister, beschuldigte das Vereinigte Königreich, gegen Israel zu handeln, und bezeichnete die Politik als „moralisch verzerrt“. Israel hat keine vergleichbaren Maßnahmen gegen Frankreich angekündigt, obwohl es Herrn Macron zuvor wegen seiner Unterstützung für einen palästinensischen Staat kritisiert hatte.

Experten sagen, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen möglicherweise begrenzt sein könnten, da die Exporte aus den Siedlungen nur einen kleinen Bruchteil des jährlichen Handelsvolumens von 8 Milliarden Dollar zwischen Großbritannien und Israel ausmachen. Allerdings warnen Analysten davor, dass dieser Schritt auf eine umfassendere diplomatische Neuausrichtung hindeuten könnte, wobei Europa zunehmend im Widerspruch zur US-Außenpolitik im Nahen Osten steht. Die Biden-Regierung hat Besorgnis über die Eskalation geäußert, während der ehemalige US-Botschafter Daniel C. Kurtzer bemerkte, dass die Kennzeichnung von Siedlungswaren zwar lange diskutiert, aber selten umgesetzt wurde.

Wichtige Entitäten: Personen: Andy Burnham, Emmanuel Macron, Gideon Saar, Daniel C. Kurtzer | Orte: Großbritannien, Frankreich, Kanada, Israel, Westjordanland, Ostjerusalem, Gaza, Princeton, Saudi-Arabien

Häufig gestellte Fragen: Welche wirtschaftlichen Auswirkungen könnte das europäische Handelsverbot mit Siedlungen auf Israel haben?

Obwohl die Exporte aus den Siedlungen nur einen kleinen Bruchteil des jährlichen Handelsvolumens von 8 Milliarden Dollar zwischen Großbritannien und Israel ausmachen, könnte das Verbot einzelne Siedlungen erheblich beeinträchtigen, die auf Güter wie Datteln, Wein und Kunststoffe angewiesen sind. Analysten sagen, dass der breitere diplomatische und symbolische Einfluss die direkten wirtschaftlichen Kosten überwiegen könnte.