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Rollenumkehr bei Identitätspolitik: Zentristen nutzen sie gegen Linke

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"Wenn Leute versuchen, mich als Establishment zu bezeichnen, sehe ich das als Beleidigung, besonders als afroamerikanischer Kandidat", sagte David Crowley während der demokratischen Vorwahl für den Gouverneursposten in Wisconsin. Crowley, der zentristische Kandidat, der von Gouverneur Tony Evers unterstützt wurde, trat gegen die Progressive Francesca Hong an. Trotz seines bemerkenswerten Aufstiegs aus der Armut zum Milwaukee County Executive mit 33 Jahren nutzte Crowley Identitätssprache, um "Establishment"-Etiketten abzuwehren — eine Rollenumkehr, bei der Zentristen nun Identitätspolitik gegen linke Herausforderer einsetzen.

Dieses Muster wiederholt sich national. Als Adriano Espaillat, Vorsitzender des Congressional Hispanic Caucus, in New York gegen die demokratische Sozialistin Darializa Avila Chevalier verlor, rahmten Parteifiguren einschließlich Letitia James und Bürgermeister Zohran Mamdani das Rennen durch Identitätslinsen. Chevalier, Tochter eines dominikanisch-amerikanischen Lkw-Fahrers und Veteranin des Gaza-Camps in Columbia, wurde trotz ihres Hintergrunds als inauthentisch für den Arbeiterbezirk dargestellt.

Die Dynamik offenbart, dass Identität zu "sowohl Keule als auch Krücke" wird — genutzt, um Progressive als abgehobene weiße Akademiker darzustellen, während man für zentristische Amtsinhaber authentische Vertretung beansprucht. Da Linke Vorwahlen gewinnen, setzen Establishment-Demokraten zunehmend Identitätsargumente ein, um den Status quo zu verteidigen, statt Gerechtigkeit voranzubringen.

Wichtige Entitäten: Unternehmen: Democratic Socialists of America, Congressional Hispanic Caucus | Personen: David Crowley, Francesca Hong, Tony Evers, Adriano Espaillat, Darializa Avila Chevalier, Letitia James, Zohran Mamdani | Orte: Wisconsin, Milwaukee County, New York, Upper Manhattan, Columbia