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Die Bank von Japan erhöht den Leitzins auf 1,25 %, den höchsten Stand seit 31 Jahren

Wall Street Journal Markets •
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Die Bank von Japan (Bo J) hat ihren Leitzins am Freitag um 0,25 Prozentpunkte auf 1,25 % erhöht – den höchsten Stand seit 31 Jahren. Dieser Schritt markiert die erste Zinserhöhung seit Juni und bringt die Zinssätze näher an das Niveau, das die Zentralbank als neutral für die Wirtschaft betrachtet, was darauf hinweist, dass man sich weiter von jahrzehntelang ultraniedrigen Zinsen entfernt, die den Yen zu einer günstigen globalen Finanzierungswährung gemacht haben.

Japan kämpft mit Inflation, die durch steigende Energiepreise, globale Lieferkettenbelastungen und eine Inlandsinflation, die das 2%-Ziel übersteigt, angetrieben wird. Die Kerninflation bei Verbrauchern hielt im August nahe dem Ziel an, da Unternehmen höhere Kosten für Lebensmittel und Einkaufswaren an die Verbraucher weitergaben. Laut dem Geschäftsführer der Bo J, Koji Nakamura, führt ein „langsamer demografischer Schock“ aufgrund des schrumpfenden Arbeitskräftepools strukturell zu höheren Löhnen.

Die Zinserhöhung der Federal Reserve am Mittwoch und die Möglichkeit weiterer Erhöhungen in diesem Jahr übten Druck auf die Bo J aus, Schritt zu halten. Eine wachsende Zinsdifferenz zwischen den USA und Japan könnte den Yen schwächen und die Inflation durch höhere Importkosten erhöhen, sagten Analysten gegenüber Reuters. Der Leitzins der Bo J liegt weiterhin unter dem von der Europäischen Zentralbank mit 2,5 %. Die Märkte werden die Nachbesprechung von Gouverneur Kazuo Ueda nach der Sitzung genau beobachten, um Hinweise auf zukünftige Zinserhöhungen zu erhalten.

Wesentliche Entitäten: Unternehmen: Bank von Japan, Federal Reserve, Europäische Zentralbank, Reuters | Personen: Koji Nakamura, Kazuo Ueda | Orte: Japan, Vereinigte Staaten, Europa

Häufig gestellte Fragen: Warum hat die Bank von Japan den Leitzins auf 1,25 % erhöht?

Die Bank von Japan hat den Leitzins erhöht, um Inflationsrisiken entgegenzuwirken, die durch steigende Energiepreise, Lieferkettenbelastungen und Lohnwachstum aufgrund eines schrumpfenden Arbeitskräftepools entstehen, sowie als Reaktion auf die Zinserhöhungen der Federal Reserve, die den Yen schwächen könnten.