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Krise der Filmindustrie: Frankreich führt an

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Ein Treffen der A-Liste an der Französischen Riviera sollte als Weckruf für einen Sektor dienen, der durch YouTube, TikTok und künstliche Intelligenz bedroht wird.

Als Frankreich vor 11 Jahren eine UN-Klimakonferenz ausrichtete, konnte es glaubhaft behaupten, dass das Schicksal der Menschheit auf dem Spiel stand. Am Montag machte es keine solchen Ansprüche, als französische Beamte Menschen aus aller Welt zusammenriefen, um die Krise in der globalen Filmindustrie zu diskutieren. Doch einige der Sprache war vertraut. Zu einer Zeit, in der Netflix, YouTube und TikTok Zuschauer aus den Kinosälen abziehen und künstliche Intelligenz verändert, wie Filme gemacht werden, sind die Bedrohungen für das Kino existenziell und erfordern eine multilaterale Antwort, sagten die Veranstalter. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der die Konferenz zusammen mit Lee Jae Myung, dem Präsidenten Südkoreas, leitete, kündigte Initiativen an, um junge Menschen über Kino aufzuklären, alte Filmbestände zu bewahren, unabhängige Kinos zu retten und Ressourcen in die heimischen Filmindustrien zu stecken. Frankreich und Korea versprachen jeweils 500 Millionen Euro (580 Millionen Dollar), um Filmschaffende zu unterstützen.

Die Konferenz, an der 250 Personen teilnahmen, darunter George Clooney, Costa-Gavras und Führungskräfte von Netflix, Disney, NBC Universal, wurde als „Davos für Cannes“ beschrieben. YouTube lehnte die Teilnahme ab, während TikTok einen Manager entsandte. Die Veranstalter betonten, dass eine gesunde US-Filmindustrie global lebenswichtig sei, da Kino in vielen Ländern gleich US-Kino ist. Nur 40 Prozent der französischen Kinokassenumsätze sind US-Produktionen, versus 85 Prozent in Lateinamerika. Frankreich bleibt eine Ausnahme der US-Kulturvorherrschaft, mit Hits wie „De Gaulle“, die Massen anziehen.

Frankreich und Südkorea versprachen jeweils 500 Millionen Euro zur Unterstützung von Filmschaffenden. Präsident Macron betonte die französischen Ursprünge des Kinos 1895. Die Konferenz hob die Notwendigkeit multilateraler Maßnahmen angesichts der Bedrohungen durch Streaming-Plattformen und KI hervor.

Wichtige Entitäten: Unternehmen: Netflix, YouTube, TikTok, Google, Walt Disney Company, NBC Universal, Paramount Skydance, Warner Bros. Discovery | Personen: Emmanuel Macron, Lee Jae Myung, George Clooney, Costa-Gavras, Gaëtan Bruel, Auguste Lumière, Louis Lumière, Charles de Gaulle | Orte: Französische Riviera, Paris, Korea, Lateinamerika