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UEFA setzt FIFA Frist für wichtige Dokumente

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Der europäische Fußballverband UEFA hat der FIFA mitgeteilt, dass sie wichtige Dokumente offenlegen und alle Fragen zu ihrer Governance und Entscheidungsfindung bis zum 2. November beantworten muss. Die Forderung folgt auf die Sitzung des FIFA-Rates am Donnerstag, in der Präsident Gianni Infantino sich für seinen Plan zum Verkauf von WM-Rechten entschuldigte, aber nicht vollständig erklärte, wie der Vorschlag entwickelt wurde.

In einem Schreiben, das BBC Sport vorliegt, sagte UEFA-Generalsekretär Theodore Theodoridis, die FIFA habe "eine Reihe grundlegender Fragen" nicht beantwortet und die angeforderten Informationen und Unterlagen nicht bereitgestellt. Der achtseitige Brief behandelt unter anderem die private Investition der FIFA Forward Enterprise (FFE), den FIFA-Friedenspreis und die ausgesetzte Sperre des US-Stürmers Folarin Balogun bei der WM. Die UEFA erklärt, dass der Rückzug der FFE und das Eingeständnis von Fehlern nicht erläutern, wie die betreffenden Entscheidungen getroffen wurden oder warum der FIFA-Rat nicht einbezogen wurde.

Die UEFA hat die FIFA auch wegen Balogans Sperre unter Druck gesetzt. Diese wurde vom Disziplinarausschuss der FIFA aufgehoben, nachdem der US-Präsident Donald Trump Infantino gebeten hatte, die Entscheidung zu überprüfen. Die FIFA betonte, der Ausschuss sei unabhängig, doch ihr Rechtsausschuss prüft einen Vorschlag zur Änderung des Disziplinarkodex, mit einem Update im Dezember. Die UEFA fragte, was Trump verlangt habe, ob der Fall ohne seine Intervention überprüft worden wäre, und forderte sämtliche Korrespondenz zu der Angelegenheit an. Zudem wollte sie wissen, warum gegen die DR Kongo keine Maßnahmen ergriffen wurden, nachdem das Land angeblich in der WM-Qualifikation einen nicht spielberechtigten Spieler eingesetzt hatte.

Die UEFA hat nicht gesagt, welche Schritte sie unternehmen wird, falls die FIFA die Frist am 2. November verstreichen lässt. Die Fragen wurden Infantino erstmals in der vergangenen Woche auf der FIFA-Ratssitzung gestellt. Debbie Hewitt, Vorsitzende der Football Association und FIFA-Vizepräsidentin, sagte: "Wenn er diese Fragen nicht beantwortet, ist er nicht geeignet, FIFA-Präsident zu sein." Infantino, der die FIFA seit 2016 führt und für eine dritte Amtszeit kandidiert, steht in diesem Fall unter intensiver Beobachtung. Die FIFA wurde um eine Stellungnahme gebeten.

Quelle: BBC Sport Football · Zusammengefasst von HeadlinesBriefing