ManUnited-Trainer Michael Carrick sagt, er habe immer noch seine „eigenen Fragen“ zum Fall Manchester City, der ihn im Laufe der Zeit, wie er einräumt, „persönlich getroffen“ habe. Eine unabhängige Kommission befand City in mehreren Anklagepunkten für schuldig, die Verstöße gegen die Finanzregeln der Premier League in den Spielzeiten 2009/10 bis 2017/18 betreffen. City hat Berufung eingelegt, und Trainer Enzo Maresca erklärt, er „vertraue“ dem Verein.
Der 45-Jährige hat eine persönliche Verbindung zu den betroffenen Titelrennen. Er stand auf dem Platz in Sunderland, als City 2012 durch Sergio Agüeros Tor in der Nachspielzeit die Meisterschaft gewann, und gehörte zu Jose Mourinhos Kader, als United 2018 Zweiter wurde. Auch im Trainerstab von Ole Gunnar Solskjaer war er, als sich dies 2020/21 wiederholte. Carrick sagt, eine Meisterschaftsmedaille Jahre später könne das Gefühl des Gewinnens im Moment nicht ersetzen: „Das kann man nicht zurücknehmen. Es ist der Moment, für den man kämpft.“
Ob Titel neu vergeben werden sollten, will Carrick erst nach dem endgültigen Abschluss des Falls sagen. Er betont, dass eine rasche Klärung im Interesse aller unerlässlich sei. Sollte die Berufung den strikten Richtlinien der Premier League folgen, müsste sie bis Weihnachten abgeschlossen sein, mit einem Urteil Anfang 2027.
Auch die United-Fans haben ihre Haltung deutlich gemacht: Sie haben im Stretford End erneut ein „Ticker“-Banner aufgehängt, das 50 Jahre seit dem letzten Titel von City zeigt, dem Ligapokal 1976, also vor der Übernahme durch Sheikh Mansour. Arsenal-Trainer Mikel Arteta, ein früherer Co-Trainer von Guardiola, sagte, er vertraue der Führung von City, und die Titel seien „absolut nicht getrübt“. Liverpools Andoni Iraola und Chelsea-Trainer Xabi Alonso forderten Geduld, solange das Verfahren läuft.
Quelle: BBC Sport Football · Zusammengefasst von HeadlinesBriefing