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Vorschlag einer Roadmap zur Sonnen-Geoengineering für klimatische Entscheidungen

MIT Technology Review •
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Eine gemeinnützige Organisation in San Francisco hat eine detaillierte Roadmap der Experimente und Infrastruktur veröffentlicht, die für informierte Entscheidungen zum Thema Sonnen-Geoengineering erforderlich sind. Wissenschaftler haben über einen halben Jahrhundert die Möglichkeit erforscht, Klimawandel durch die Freisetzung reflektierender Partikel in die Stratosphäre zu kompensieren, indem sie Vulkanausbrüche nachahmen. Dennoch gibt es immer noch große Lücken im Verständnis davon, wie gut dies funktionieren würde und welche Nebenwirkungen es haben könnte.

Reflective möchte die Welt mit Daten und Werkzeugen für fundierte Entscheidungen ausstatten. Ihr Ansatz ist, dass die Welt möglicherweise in kürzeren Zeiträumen als das Forschungssystem vorbereitet ist, schwerwiegende Entscheidungen treffen muss. Wenn alle Arbeiten koordiniert durchgeführt werden, würde dies etwa ein Jahrzehnt dauern und etwa 370 Millionen Dollar kosten; wenn nicht, würde es etwa 20 Jahre und fast 1,4 Milliarden Dollar erfordern.

Der Bericht legt den Fall für die Durchführung von Freiluftexperimenten dar, die nach und nach größere Mengen an Schwefeldioxid freisetzen würden, um die Effekte zu beobachten. Dies ist eine umstrittene Position, da hunderte Akademiker eine offene Brief an unterzeichnet haben, der einen Verbot von Freiluftexperimenten und eine internationale Nichtverwendungsvereinbarung fordert, da die Technologie niemals in einer globalen, gerechten Weise reguliert werden könnte. Die zentrale Frage, argumentieren Experten, ist, wer eine planetenverändernde Technologie kontrollieren würde.

Seit der Gründung Ende 2023 hat sich Reflective schnell zu einem wichtigen Akteur im Feld entwickelt, mehr als 20 Millionen Dollar von renommierten Stiftungen und Einzelpersonen eingeworben und etwa 4 Millionen Dollar an mehrere Dutzend Forschungsgruppen bereitgestellt. Die Organisation hat auch eigene Projekte zur Förderung der Forschung unternommen, darunter die Entwicklung eines Open-Source-Sonnen-Geoengineering-Simulators und eines Online-Hubs für kooperative Forschung. Früher in diesem Jahr veröffentlichte Reflective seine SAI Uncertainties-Datenbank, die eine lange Liste wissenschaftlicher Unklarheiten und Ingenieurhindernisse identifizierte, die vor einem kleinen Pilotprojekt gelöst werden müssten.

Schlüsselentitäten: Unternehmen: Reflective | Menschen: Dakota Gruener, Aarti Gupta | Standorte: San Francisco, Universität Wageningen, Niederlande.