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Trusting-Trust-Angriff mit GNU strip

Hacker News •
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Ken Thompsons klassischer Trusting-Trust-Angriff, bei dem ein kompromittierter Compiler Hintertüren in kompilierte Programme injiziert und sich selbst fortsetzt, wurde lange Zeit als einzigartig für Compiler angesehen. Dieses Papier zeigt, dass der Angriff nicht auf Compiler beschränkt ist. Die Autoren konstruieren einen vollständigen Trusting-Trust-Angriff mit GNU strip, einem üblichen Build-Dienstprogramm, das weder Quellcode inspiziert noch generiert und sich ausschließlich auf Manipulationen fertiger ELF-Binärdateien stützt.

Im Bootstrap-Prozess der Linux-Distribution Nix OS implantiert eine einzelne manipulierte strip-Binärdatei im Seed eine Nutzlast, die sich durch aufeinanderfolgende strip-Generationen ausbreitet und in der endgültigen Standardumgebung überlebt, selbst nachdem der ursprüngliche Seed aus dem Abhängigkeits-Closure entfernt wurde. Tests an einer echten nixpkgs-Revision zeigen, dass der Angriff erfolgreich einen vollständigen grafischen Installer ohne Fehler erstellt und fast jede erzeugte Binärdatei mit Hintertüren versieht, was beliebige bösartige Aktionen in den untergrabenen Paketen ermöglicht. Diese Erkenntnis erweitert den Umfang von Trusting-Trust-Angriffen über Compiler hinaus und hebt ein breiteres Sicherheitsrisiko in Software-Lieferketten hervor.